Foto: Rainer Sturm | pixelio.de

Ein wichtiges Thema und ein drängendes Problem: Für Jugendliche werden die Zeitressourcen knapper. Der Einfluss von G8, Ganztagsschule und verändertem Freizeitverhalten nimmt zu, Freiräume werden enger. Das hat auch Auswirkungen auf das Engagement junger Menschen. Das zeigt die aktuelle Studie „Keine Zeit für Jugendarbeit!?“, die beim Fachtag Jugendforschung am 13. März in Berlin präsentiert wurde.

Mirja Lange und Karin Wehmeyer (Forschungsverbund Deutsches Jugendinstitut|TU Dortmund) präsentierten eine Auswahl der Befunde vor. Sie haben festgestellt, dass die zeitliche Verdichtung ein wichtiges Thema in den Jugendverbänden ist. Knapp die Hälfte der Jugendverbände hat bereits Strategien oder sogar Lösungen zum Gegensteuern. Drei Viertel der befragten jungen Menschen gaben zudem an, dass sie ihre verbandlichen Aktivitäten gut mit anderen Lebensbereichen vereinbaren können. Etwa die Hälfte gibt zu, durch die Tätigkeit im Verband häufig gestresst zu sein.

Für die Studie „Keine Zeit für Jugendarbeit!?“ wurden von Oktober bis Dezember 2012 insgesamt 3.735 Personen befragt, davon 3.071 Ehrenamtliche, 518 Hauptberufliche und 146 Honorarkräfte oder  Freiwilligendienstler_innen. Die Experten- und Gruppeninterviews wurden in Baden‐Württemberg, Bayern, Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein‐Westfalen, Rheinland‐Pfalz, Sachsen und Sachsen‐Anhalt geführt. Gefördert wurde die Studie durch die Stiftung Jugendmarke.

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